Mit der Partie zwischen Dänemark und der Niederlande wurde die Gruppe B eröffnet. Im Stadion von Metalist gelang den Dänen die erste große Überraschung des EM Turniers. Die „Olsenbande“ ging als krasser Außenseiter in das Spiel gegen die Niederlande. Die Elftal gilt als einer der Favoriten auf den Titel und muss nach der 0:1 Niederlage gegen Dänemark nun gegen die Nationalmannschaft von Deutschland ran.

Ganz Holland diskutiert

Vor dem ersten Spiel der Elftal gab es in Niederlande nur ein Thema. Wen soll der Nationaltrainer aufstellen? Zwei Fragen stellte hier die Öffentlichkeit. Huntelaar oder van Persie? Sneijder oder van der Vaart? Trainer Bert van Marwijk entschied sich für van Persie als Stürmer und Sneijder als Spielgestalter. Bayern München Starspieler Robben stand natürlich in der ersten Elf von Holland. Mit 18 Jahren und 71 Tagen war Willems der jüngste EM-Spieler aller Zeiten und durfte von Beginn an spielen.

Olsen mit weniger „Problemen

Dänemarks Coach Morten Olsen hatte weniger Probleme mit der Frage, wen er in die Aufstellung berufen sollte, da die Dänen nicht über einen so breiten Kader verfügen wie die Niederlande. Mit Agger vom FC Liverpool, Abräumer Kvist vom VfB Stuttgart, Eriksen von Ajax Amsterdam und Sturmtank Bendtner der momentan beim AFC Sunderland spielt, standen dennoch namhafte Spieler in der Startelf.

Dänemark wartet ab

Dänemarks Nationalteam startete extrem abwartend und ließ die Niederländer vom Anpfiff weg Dominanz aufbauen. Die Skandinavier verließen sich ganz auf ihre gefährliche Kontertaktik. Da die Dänen jedoch kaum zu Ballbesitz kamen, kam man man auch überhaupt nicht zu Torschüssen. Gefahr kam nur einmal nach einem Freistoß auf. Agger war es, der den Ball zu Stekelenburg köpfte (2.). Sonst spielte fast nur Holland, das in den ersten 15 Minuten über 70 % Ballbesitz hatte. Zudem gewann man mehr Zweikämpfe und zeigte ein ansprechendes Kurzpassspiel.

Den Niederländern fehlt es an Präzision

Nur mit der Genauigkeit hielten es Oranje nicht so. Des öfteren verzettelten sie sich in ihrem Kurzpassspiel. Aber trotzdem kam man zu nennenswerten Chancen. Willem (3. Minute), van Persie (7. Minute), Afellay (10. Minute) und auch Robben (18. Minute) sorgten für erste „Aha“ Effekte. Doch fehlte es den Schüssen dabei an der besagten Genauigkeit. Nur ein Schuss auf das Tor der „Olsenbande“ hatten die Niederländer bis zur 23. Minute abgefeuert. Der Rest ging neben das Tor der Dänen. Diese hatten ebenso viel, bei insgesamt nur 2 abgegebenen Schüssen.

Die Führung

Nach 24 Minuten war es dann Simon Poulsen der auf der linken Seite vordrang. Nach einem Zweikampf sprang der Ball vor dem Strafraum zu Krohn-Dehli, der mit einer schnellen Körpertäuschung 2 Holländer stehen ließ und von links Stekelenburg durch die Beine schoss. Das Danish Dynamite ging in Führung!

Ein Schock für die Niederlande

Oranje war sichtlich beeindruckt und hatte im Anschluss Probleme am starken Spiel vor dem Gegentreffer anzuknüpfen. Trotzdem hatte man weiterhin mehr Spielanteile. Dänemarks Torhüter Andersen machte Oranje dann fast noch ein Geschenk. Robben konnte einen schlampigen Pass des 30-Jährigen abfangen, zog in die Mitte und scheiterte dann aus knapp 16 Metern am linken Pfosten (36. Minute). Nun waren die Niederländer wieder in der Partie. Das Team von Bondscoach van Marwijk rappelte sich wieder auf, spielte mutig nach vorne, vergab aber durch Afellay vom FC Barcelona (39. Minute) und van Persie vom FC Arsenal (43. Minute) weitere gute Chancen auf den Ausgleich.

Mit dem Rückstand zum Pausentee

Oranje musste also mit einem knappen 0:1 Rückstand in den zweiten Durchgang gehen. Und auch diesen begann man gleich druckvoll. Mit schnellen und kreativen Passspiel setzte sich die Niederlande am Strafraum der Dänen fest und startete ein Pressing der hohen Schule. Und so waren es Van Persie (49., 50. Minute), van Bommel (51. Minute), Affelay (52. Minute) und Heitinga (53. Minute) die Torchancen im Minutentakt liegen ließen.

Die Dänische Mauer

Die dänische Mannschaft fand sich nur noch in der Defensive wieder. Doch dort stand man recht gut und deckte bei eigenen vereinzelten Kontern die Abwehrschwächen der niederländischen Deckung auf. Allerdings kam die „Olsenbande auch nicht zu echten Chancen. Zu wenige der dänischen Spieler schalteten sich ins eigene Offensivspiel mit ein. Stekelenburg war erst wieder in Minute 71, bei Krohn-Dehlis 16-Meter-Schuss gefordert. Da hatten die Holländer bereits unglaubliche 26 Torschüsse abgefeuert. Allerdings nur vier aufs Tor der Dänen.

Die ersten Wechsel

Bert van Marwijk musste reagieren und tat dies auch. Huntelaar und van der Vaart sollten das Offensivspiel der Niederländer beleben. Doch die Elftal war weiter vom Pech verfolgt. Huntelaar scheiterte bei einer Riesenchance an Andersen (75. Minute). In den letzten Minuten kam auch Kuijt (spielt nächste Saison bei Fernerbace Istanbul), doch auch dieser konnte nichts mehr bewirken und musste das Grün mit seinen Kameraden schlussendlich als Verlierer verlassen.

Und so geht es weiter

Dänemark trifft am 13. Juni 2012 um 18 Uhr auf Portugal die das erste Spiel gegen Die DFB Elf verloren hatten. Die Niederlande spielen am selben Abend, jedoch erst um 20:45 Uhr gegen Deutschland und stehen aufgrund der Niederlage bereits stark unter Druck.

Und so haben beide Team gespielt (inklusive unserer Noten):

Niederlande

Stekelenburg (3) – van der Wiel (4,5), Heitinga (4), Vlaar (4,5), Willems (3,5) – van Bommel (3), N. de Jong (4) – Sneijder (3) – Robben (3), Afellay (3) – van Persie (3,5)

Dänemark

S. Andersen (2) – Jacobsen (3,5), Kjaer (3,5), Agger (1,5), S. Poulsen (3,5) – Kvist (3), Zimling (3) – Rommedahl (4), Eriksen (4,5), Krohn-Dehli (2,5) – Bendtner (4)

Hätten Sie es gewusst?

In der Gruppe B bleibt es also spannend. Haben die die Chance der Dänen gesehen und ihr Geld auf die „Olsenbande“ gesetzt? Die Quoten unserer Internet Buchmacher waren klasse. Doch wie geht es weiter in der Gruppe der Deutschen? Bleiben Sie am Ball und wetten Sie online! Wir drücken die Daumen.

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